Äste, Holzstäbchen, Moos, Schnüre und jede Menge Ideen: Für einige Wochen verwandelte sich der Kunstraum in eine kleine Werkstatt. Geschnitten, geklebt, ausprobiert und umgebaut wurde dabei oft so lange, bis die eigenen Vorstellungen Gestalt annahmen. Entstanden sind Baumhäuser, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Manche verstecken sich zwischen den Ästen, andere wachsen über mehrere Ebenen in die Höhe. Leitern, Plattformen, Brücken und ungewöhnliche Konstruktionen zeigen, wie kreativ die Schülerinnen und Schüler an ihre Entwürfe herangegangen sind. Der praktische Auftrag bildete den Abschluss einer Unterrichtseinheit zur Architektur. Zuvor ging es u.a. um die Frage, was gute Architektur eigentlich ausmacht – und darum, wie Gebäude und ihre Umgebung sich gegenseitig beeinflussen. Über das Bauhaus und den Leitsatz „Form follows Function“ führte der Weg schließlich zu einer Gegenfrage: Was passiert, wenn sich Architektur nicht durchsetzt, sondern sich an die Natur anpasst? Die Antworten darauf stehen heute zwischen Ästen, Blättern und Baumkronen.
Text/Fotos: KLM
