Das Oberthema des Kunstunterrichts der 11. Klasse ist das Bild des Menschen. Die US-amerikanische Künstlerin Cynthia „Cindy“ Morris Sherman, die am 19. Januar 1954 in New Jersey geboren wurde, bedient sich dem Medium der Fotografie.

Bereits während ihrer Studienzeit produzierte sie ihre ersten Fotoreihen „Untitled A-E“ (1975) und „Bus Riders“ (1976). Sie ist vor allem für ihre Fotoreihen bekannt, in denen sie sich konzeptuell mit Fragen der Identität, Rollenbildern, Körperlichkeit und Sexualität beschäftigt.

Shermans Werk zeichnet sich durch Selbstporträts bzw. Selbstinszenierungen in verschiedenen Kostümierungen aus. Mithilfe von Schminke und Modellierungen, Perücken und unterschiedlichen Kostümierungen gibt sich Sherman für fast jede Fotografie ein anderes Aussehen. Nur wenige Fotografien zeigen sie in derselben, identischen Kostümierung, beispielsweise in der Reihe „Untitled Film Stills“. Ihre Fotografien haben keine individuellen Titel, sondern tragen alle den Titel „Untitled # ...“ mit der nachfolgenden Zahl der durchgängigen Nummerierung.

Die Schüler und Schülerinnen der Klasse 11F bekamen im Rahmen des Kunstunterrichts unter der Leitung von Frau Middelbeck die Aufgabe, sich eine aus neun zuvor theoretisch behandelten Fotoreihen von Cindy Sherman auszusuchen. Die Arbeitsweise Shermans sollte adaptiert werden und eine Fotografie umgesetzt werden, die in diese jeweilige Reihe passen würde- es fand also kein Nachstellen ihrer Werke statt, sondern eine von Cindy Sherman inspirierte Neuinszenierung. So wird die Nummerierung der Fotografien aus der jeweiligen Reihe Shermans in den Titeln der Fotografien der Klasse 11F fortgesetzt.

Einige der Ergebnisse können derzeit in der Pausenhalle des St.-Viti-Gymnasiums betrachtet werden.

Text: Janek V.

Bilder: Klasse 11F/Mid