Berühmt?!
Von ehemaligen St.-Viti-Schülern, die ganz schön bekannt geworden sind:
Liebe Internet AG,
ich bin nicht berühmt, aber ich warte natürlich darauf, dass es jemand
aus meinen Jahrgang wird. Am Samstag habe ich bei "Wetten dass" beim
Auftritt von Sting dann denjenigen gesehen, der immer schon ein Kandidat
dafür zu sein schien (von dem ich aber lange nichts gehört habe- was sicher
an mir liegt):
Also- jedenfalls der Trompeter in der Band von Sting war Claas Ueberschär
und vielleicht wird er jetzt ja doch berühmt...
Swaantje Schlittgen, Abi86
Doris Fitschen war Schülerin des St.-Viti-Gymnasiums.
Sie spielte in der Frauen-Nationalmannschaft! Weitere Informationen auf ihrer eigenen Homepage und beim TUS Elsdorf.
Unsere Ehemalige Doris Fitschen war eine der 5 Kandidatinnen bei der Wahl zur Sportlerin des Jahres in Deutschland 2001.
Doris hat in der Wochenendausgabe der ZZ 17./18. 11. 2001) eine ganze Seite bekommen! (Noch nicht bei uns!)
 |
Nach 15 Jahren Frauenfußball in der Nationalmannschaft sagt Doris Fitschen goodbye. Was für ein Abschied: Zum vierten Mal stemmte sie den EM-Pokal in die Höhe. Ebenfalls viermal wurde die Diplom-Betriebswirtin Deutsche Meisterin, dreimal gewann sie den DFB-Pokal. Erfolge, die sich auch in der stärksten Frauen-Liga der Welt herumsprachen. Zum Ende der Karriere wagte sie den Schritt nach Philadelphia. |
|
|
|
|
"Ihr größter Triumph war die Europameisterschaft 1997 in Norwegen, wo sie als Kapitän den Siegerpokal im Ullevi-Stadion in Empfang nehmen durfte."
|
Aus einer adidas-Werbung (nur USA)
|
"Für mich geht ein Traum in Erfüllung"
Zeven (ZZ v. 27.02.01). Für Doris Fitschen geht ein Traum in Erfüllung. Am Sonntag verabschiedete sich die Rekord- Nationalspielerin aus der Fußball-Bundesliga, um noch einmal in ihrer langen Laufbahn Profi zu werden. Beim Frauen-Team von Philadelphia in der amerikanische WUSA-Liga kann Doris Fitschen erstmals richtig Geld verdienen. „Ich wollte schon immer einmal im Ausland spielen und jetzt geht dieser Traum zum Ende meiner Karriere für mich in Erfüllung", sagte die Frankfurterin nach ihrem letzten Einsatz in der höchsten deutschen Liga.
Als Abschiedsgeschenk trug sie wesentlich zum deutlichen 5: l-Sieg des Tabellenführers l. FFC Frankfurt gegen Verfolger FFC Brauweiler-Pulheim bei, mit dem die Meisterschaft für die Hessinnen greifbar nahe rückte. In einer Woche - nach dem Pokal-Viertelfinale bei ihrem früheren Club in Wolfsburg - bricht die 136-fache Nationalspielerin in Richtung USA auf, um in der neugegründeten Profiliga WUSA aufzulaufen.
Bei ihrem Abschied war eine Menge Wehmut dabei, als sie zum letzten Mal in der Bundesliga das Frankfurter Trikot überstreifte. 1000 Zuschauer brachten ihr nach der Auswechslung in der 88. Minute Standing Ovations.
Vom norddeutschen Bauernhof in die Metropole an der amerikanische Ostküste - eine vierzehnjährige Reise mit markanten Stationen einer bemerkenswerten Karriere. Als Doris Fitschen am 4. Oktober 1986 mit 17 Jahren ihr erstes Länderspiel bestritt, da ahnte niemand, wie stark sie das nationale Geschehen bei den Frauen mit bestimmen würde.
Die blonde Abwehrspielerin verstand sich stets als eine Botschafterin ihres Sportes, die nicht nur drei Mal jeweils Europameister, Deutscher Meister und Pokalsieger wurde, sondern auch außerhalb des Platzes stets Rede und Antwort gab. Völlig verdient war sie bei der spektakulären WM 1999 in den USA eine der wenigen ausländischen Spielerinnen, die dort in den Medien zur Kenntnis genommen wurden.
Nicht zuletzt diese Popularität war es nun auch, die ihr das Angebot einbrachte. Von 16 Spielerinnen aus dem Ausland war sie eine der ersten, die die WUSA verpflichtete. Dort kann sie nun mit Fußball erstmals richtig Geld verdienen. Zwar war die Diplom-Betriebswirtin schon in Deutschland eine der wenigen, die mehr als nur ein Taschengeld bekam. Rund 150000 Mark brutto bekommt Doris Fitschen in Übersee, eine Summe, die sie mit persönlichen Sponsoren noch aufstocken kann. Im Vergleich zu ihren männlichen Kollegen nimmt sich der Verdienst noch sehr bescheiden aus, doch für die Ex-Wistedterin Doris Fitschen war es ein Anreiz, die Offerte anzunehmen.
|
Werner Wölbern
stand bereits auf der "Bühne" des St.-Viti-Gymnasiums, auf unserer Theater-Ag-Seite planen wir eine ausführlichere Dokumentation der Geschichte der Theater-Ag, an der Werner mitgeschrieben hat.
Werner Wölbern ist Mitglied im Ensemble des Wiener Burgtheaters und spielt wieder am Thalia-Theater in Hamburg.
Stationen seiner Laufbahn: Wohnste, Zeven, Ruhrgebiet, Hamburg, Wien.
Mitarbeit an Hörspielen (z. B. JENNY produziert von Radio Bremen 1998; eine herrliche Ost-West-Satire; Jury der Deutschen Akademie der Künste: Hörspiel des Monats März 1999) und Filmen.
Hier haben wir fünf Bilder! [2x Zeven, 1x Köln, 1x Hamburg, 1x Wien]
Werner Wölbern als Shunderson (Dr. med. Hiob Prätorius) Zeven 1981
Werner Wölbern als Romulus (liegend) (Romulus der Große) Zeven 1981
"Einen schleichenden Teufel hat Schiller seinen Franz Moor genannt. Aber muss Franz derart teuflisch herumschleichen, wie der Schauspieler Werner Wölbern es in Torsten Fischers Inszenierung der Räuber im Kölner Schauspielhaus vormacht?"
Kölner Stadt-Anzeiger v. 9.12.1991
Werner Wölbern im Hamburger Thalia-Theater 1998
Werner Wölbern als Mitglied des Ensembles des Wiener Burgtheaters 1999/2000
In der Zevener Zeitung vom 30. Oktober 2001:
Ein Herz und eine Krone gegen den Rest der Welt: Werner Wölbern als Edward II

Hamburg (mlw). Das Publikum schwankte bei der Premiere von Edward II am Samstagabend im Thalia-Theater zwischen Entsetzen und Entzücken. In einer beeindruckenden Inszenierung zieht Regisseur Martin Kusej bis an die Grenze von Kitsch und Klamauk alle Register, um in die Niederungen menschlichen Seins
hinabzusteigen. Er nimmt beim furiosen Sturz in den Abgrund nicht nur ein brillant spielendes Ensemble, sondern auch ein ziemlich fassungsloses Publikum mit.
In den frenetischen Schlussapplaus mischen sich denn auch folgerichtig gellende Buhrufe. Auch bei seiner dritten Aufführung in Hamburg polarisiert Kusej: Sie küssten und sie schlugen ihn. Weniger dafür, dass er fast schon obszön König und Kardinal, den Staat und seine Schranzen in Frauenkleider zwängt, als vielmehr dafür, dass er mit knallharten Beats dem Publikum die obsessive Verderbtheit von Macht und Erotik einhämmert. Was spielt es da noch für eine Rolle, dass Edward II nicht in Leidenschaft für eine angebetete Schöne entbrennt, sondern sich in auswegloser Liebe zu einem Mann verliert. Die gleichgeschlechtliche Beziehung ist eindeutig und keine Facette modisch-manierierter Zeitgeistanbiederung. Werner Wölbern gelingt in der Rolle des Edward II das Kunststück, poussierende Peinlichkeit zu Gunsten lebensecht dargestellter Gefühle zu vermeiden. Unser Bild zeigt: Judith Rosmair, Peter Maertens, Werner Wölbern, Peter Jordan (liegend), Jörg Kleemann, Andreas Pietschmann und Jörg Licht stein. [...] Fotos: Hans Jörg Michel
|
Werner Wölbern kehrt als Edward ans Thalia zurück
Das Spiel um Liebe, Leidenschaft und Macht endet erst mit dem Tod
Monica Lohmeyer-Wulf |

Das Thalia-Theater Hamburg feierte am Wochenende Premiere mit Edward II. von Christopher Marlowe in der Regie von Martin Kusej. In der Hauptrolle des Edward II. Werner Wölbern aus Wohnste. Zum Inhalt: Zu Beginn des 14. Jahrhunderts in England König Edward II. liebt den jungen Piers de Gaveston. Nachdem sein Vater Edward I. gestorben ist, ruft Edward Gaveston aus der Verbannung zurück, um mit ihm zu leben. Mit dieser Beziehung untergräbt er seine Ehe mit Isabella, der französischen Königstochter, und bringt den Adel gegen sich auf. Er überhäuft seinen Favoriten mit
Ehren und Ämtern, lebt mit ihm in aller Öffentlichkeit, demütigt seine gesellschaftlichen Stützen und vernachlässigt darüber hinaus seine Pflichten dem Volk gegenüber.
Seine politische Unbesonnenheit und das offensive Auftreten Gavestons führen dazu, dass der Adel, geführt von Mortimer, dem König den Krieg erklärt: Hinter den Männern, die da toben, steht ihr fester Glaube an ihr Recht und ihre Macht sowie ihre Bereitschaft zur Gewalt.
Das Schlachten beginnt, und erst nach der Ermordung Gavestons durch den Adel siegt Edward. Er rächt sich für den Tod seines Liebsten durch die Hinrichtung führender Aristokraten. Doch ist der Krieg noch nicht zu Ende.
Mortimer, der zum Liebhaber der gedemütigten Königin wird, stürzt mit ihrer Hilfe den König und wird selbst zum Tyrannen. Edwards Leidensweg beginnt: Als eine gefallene, gequälte Kreatur findet er sein Ende in der Latrine der Stadt London.
Die Kabale um Aufstieg und Fall, Glanz und Elend, Macht und Zerstörung nimmt ihren Anfang in der Liebe des Königs zu seinem zwielichtigen Gefährten Gaveston. Dass zwei Männer im Bett das Drama auslösen, macht es augenfälliger, aber nicht ungewöhnlicher. Skrupellose Politiker, der Hang zu fragwürdigen sexuellen Beziehungen, Macht um jeden Preis hat es, unabhängig von Hetero- oder Homosexualität immer schon gegeben, das Fatale ist: In Edward II. wird es dem Publikum gleichermaßen überspitzt wie hoffnungslos vor Augen geführt.
Da mag die Liebe zwischen Edward und Gaveston Funken sprühen, die beklemmend-bedrohlichen, überlebensgroßen Mauern in den Köpfen der Menschen zermalmen auf der Bühne durch die Metallwände Olaf Altmanns jeden Funken Hoffnung.
Gnadenlos reizt Kusej das Drama aus, scheut vor keiner Brutalität, keiner Erbärmlichkeit und auch vor keiner Geschmacklosigkeit zurück: Die verschmähte Gattin als läufige Hündin, der Bischof durch die eigenen Exkremente besudelt, die Sprache schrill verzerrt, bleibt passagenweise hinter dem Bild zurück, Monologe und Dialoge verwirren im Crescendo der Musik von Bert Wrede. Martin Kusej drischt selbst da mit dem Schwert drauflos, wo es der Degen auch getan hätte entweder, weil er so zornig, oder weil sein Publikum zu blöd ist? Wie auch immer: Kusej ist erneut das Kunststück gelungen, seine Premiere zu einem Theaterereignis werden zu lassen.
Behilflich waren ihm da nicht nur das Bühnenbild von Olaf Altmann, die Kostüme von Heide Kastler und die Musik von Bert Wrede, sondern auch die darstellende Kunst des Ensembles mit Werner Wölbern an der Spitze. Judith Rosmair als Königin Isabella überzeugte ebenso wie die akzentuiert agierende Susanne Wolff in der Rolle des Lightborn.
Norman Hacker wuchs als Mortimer in die Paraderolle des Intriganten und Peter Jordan in die des Fiesling Gaveston bravourös hinein. Auch wenn seine Stimme manchmal im turbulenten Geschehen auf der Bühne unterging, blieb Werner Wölbern seiner Schauspielkunst auf gewohnt hohem Niveau treu. Er hat das Charakterfach für sich gepachtet und wurde vom Hamburger Publikum für die facettenreiche und nuancierte Umsetzung seiner Rolle als Edward II. mit tosendem Applaus geehrt.

Zevener Zeitung 30.10. 2001
|
Werner Wölbern am 26.10. 2002 im Programm 3sat:
(Mitglied der Theater-Ag der ersten Stunde)
 |
|
Links:
Aus:
Grillparzer, Weh dem, der lügt (Aufführung des Wiener Burgtheaters 2001); Screenshot (3sat) |
 |
(Szenenfoto Burgtheater)
|
In der Spielzeit 02/03 steht Werner im Burgtheater mit dem Stück Glaube Liebe Hoffnung
von Ödön von Horváth auf der Bühne.
Eben mal nach Wien fahren? |
Und nochmal Werner:
Am 19. November 2002 (Klassentreffen, Krimi auf SAT1) |
 |
Werner Wölbern feiert Doppelpremiere
im Hamburger Thalia
Zurück an die Alster mit Feydeaus „Floh im Ohr"
 |
Nach vier Jahren am Wiener Burgtheater kehrt Werner Wölbern wieder ans Thalia-Theater nach Hamburg zurück. Seine Karriere an der Alster begann aber eigentlich in den Kammerspielen: Dort schlüpfte er 1994 in die Rolle des Kindermörders Jürgen Bartsch (Foto). Foto: ZZ |
Hamburg. Rein aus privaten Gründen wäre Werner Wölbern nicht aus seinem Wiener Domizil ausgezogen, um zurück zu kehren, an die Alster. Die vielen neuen Schauspielerkollegen und Regisseure seien es, die ihn veranlassten, das Wiener Burgtheater gegen das Thalia in Hamburg zu tauschen.
So feiert der Schauspieler am Sonnabend, 24. April, eigentlich eine Doppelpremiere. Dann nämlich steht er - nach 14 Jahren - wieder mit seiner Ehefrau, der Schauspielerin Anne Schieber, auf der Bühne: In Martin Kusejs Thalia-Inszenierung von Georges Feydeaus Farce „Der Floh im Ohr".
Doch bereits am morgigen Sonntag, 7. März, liest das Schauspielerpaar in einer Kammerspiele-Matinee den bedrückenden Briefwechsel zweier Todeskandidaten im Weltkrieg. Marianne Golz und Richard Marcha wurden beide 1943 im Prager Gefängnis St.-Pankraz hingerichtet. Die Briefe der beiden Häftlinge sind ein erschütterndes Dokument des Krieges. Und dennoch zeugen sie von Herzenstärke und der Kraft, die Hoffnung niemals aufzugeben.
Mit „Der große Tag" sind die heimlich verfassten Aufzeichnungen überschrieben. Die Lesung mit Anne Schieber und Werner Wölbern findet in den Hamburger Kammerspielen statt. (...)
hö ZZ 06.03.2004
|
|