Seit 1469, jetzt also seit 549 Jahren besitzt die St.-Viti-Kirche ein kostbares Kunstobjekt, das jedem Besucher schnell ins Auge fällt.


Es ist der Taufkessel, das damals in der Werkstatt des Glockengießers Gerd Klinge in Bremen gegossen wurde und seitdem in der Zevener Kirche steht. Das bronzene Taufgefäß in Zeven, nennt man auch Taufstein,Taufbecken oder Tauffass. Die Täuflinge wurden früher immer ganz ins geweihte Wasser eingetaucht, deshalb wurde später eine Messingschale angefertigt und in den oberen Teil des Taufbeckens hängt. Die Zevener Pastoren haben die künstlerische Schönheit und den historischen Wert des Taufgefäßes immer erkannt, so dass es in der Kirche einen zentralen Platz hat. Und sie haben sich auch darum bemüht, festzuhalten, welche schriftlichen Aussagen und bildlichen Darstellungen auf Gerd Klinges Werk zu finden sind.

Der Taufkessel ist 83 cm groß und hat einen Durchmesser von 73 cm.

Er wird von drei Diakonen gehalten. Früher gehörte zum Taufkessel ein Deckel, wo 2 Männerköpfe drauf waren. Bei der Betrachtung des Taufkessels fällt der Blick sofort auf Maria und Johannes.

Dem folgen gegen den Uhrzeigersinn 14 Heilige, die nicht mehr namentlich zu einer Figur zugeordnet werden können. Wegen der Zahl 14 wird vermutet, dass es die 14 Nothelfer sind.

Den oberen Rand durchzieht eine Inschrift:

„Der Probst Lüder Bramstedt hat das Becken durch Ghert Klinghe gießen lassen.“ Am unteren Rande befindet sich eine Umschrift von mehreren Apostelbildern unterbrochen, in der das Herstellungsjahr (1469) und die Bestimmung für Patron St. Vitus angegeben wird. Die Apostel sind:

-Petrus

-Paulus

-Andreas

-Matthias

-Johannes

-Barthololmäus

-Philippus

-Jakobus minor

-Matthäus

-Thomas