Am heutigen Mittwoch, 20.12.1017, konnten Interessierte die im Rahmen der mehrwöchigen Werkstattphase des Leistungskurses Kunst entstandenen multimedialen Installationen zu verschiedenen Themen in Raum 121 bestaunen. 

Etwas entdecken, erforschen, erfahren und für andere sichtbar machen wollen. Ästhetische Forschung bedarf – wie alle Forschungen – einer Frage, eines persönlichen Interesses, einer Idee oder eines speziellen Wunsches. Sie sind Motor und Motivation, etwas für sich zu erarbeiten, um es auch für andere sichtbar und erfahrbar zu machen.“   Helga Kämpf-Jansen

DAS DING… ein sehr abstrakter Begriff. So sah der Ausgangspunkt für unsere ästhetische Forschung jedoch aus. In der Praxis bedeutet dies, dass sich jeder einen Gegenstand, ein DING, suchen sollte, zu dem dann „ästhetisch geforscht“ wurde. Zunächst musste also ein sympathischer Gegenstand gefunden werden, immerhin stand eine dreimonatige, künsterische Auseinandersetzung damit bevor. Die ausgewählten DINGE erwiesen sich als sehr vielfältig und unterschieden sich in ihrer Bedeutung. So lag ihnen beispielsweise eine persönliche oder emotionale Geschichte zu Grunde, manche schienen auf den ersten Blick banal oder dienten symbolisch als Aufhänger für ein übergeordnetes Thema. Bei dieser Art des künstlerischen Arbeitens steht der Prozess der Erarbeitung, der im Künstlertagebuch festgehalten wurde, im Vordergrund. Die Freiheit der Aufgabenstellung ließ es zu, dass wir uns von unserem Gegenstand thematisch entfernten, so dass einige von uns selbst überrascht waren, in welche Richtung sie immer neue Fragen, Interessenschwerpunkte und Ideen leiteten. Die abschließenden Installationen behandeln somit nicht mehr zwangsläufig den als Ausgangspunkt gewählten Gegenstand, sondern können auch zu einem Thema gewechselt sein, zu dem uns unser Gegenstand inspiriert hat. Diese freie Art der Projektarbeit war für uns zunächst ungewohnt, doch wir haben festgestellt, dass man, wenn man sich darauf einlässt, erstaunt ist, wohin einen dieser selbstständige Prozess geführt hat.

Text: Anni K.

Bilder: Sal